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Marketingautomation: Erfolgreicher Umstieg von HubSpot auf Microsoft Dynamics

Business-Lösungenbusitec-News
Beitragsbild Interview: Wechsel zu Dynamics 365
03.06.2026 | Teilen 9 Min.

Zahlreiche Unternehmen müssen die Aufgabe meistern, Marketing- und Vertriebsprozesse systemseitig zusammenzuführen. Oft kommen dabei verschiedene Lösungen zum Einsatz. Beispielsweise HubSpot im Marketing und ein separates CRM im Vertrieb. Was zunächst praktisch wirkt, führt mit der Zeit häufig zu Datensilos, ineffizienten Arbeitsabläufen und fehlende durchgängige Transparenz entlang der Customer Journey. 

Ein Lösungsansatz: Die Konsolidierung auf eine gemeinsame Plattform. Aber wie funktioniert ein solcher Umstieg in der Praxis erfolgreich? 

Im folgenden Beitrag geben wir Einblicke in das Migrationsprojekt der Marketingautomation bei busitec. Marketing Managerin Sophie Jänecke berichtet aus erster Hand, wie die Migration von HubSpot auf Microsoft Dynamics 365 – insbesondere Dynamics 365 Customer Insights â€“ umgesetzt wurde. Dabei geht sie außerdem auf die Hürden während des Wechsels ein und schildert, was nun die Mehrwerte im Arbeitsalltag sind. 

Das erwartet Sie hier
  • Was war die Ausgangslage vor dem Wechsel von HubSpot zu Dynamics?
  • Was waren die Beweggründe von HubSpot auf Microsoft Dynamics 365 umzusteigen?
  • Warum fiel die Entscheidung auf Microsoft Dynamics 365 Customer Insights? 
  • Was waren die zentralen Schritte im Migrationsprozess? 
  • Diese Prozess-Skizze führt Sie durch Ihren eigenen Migrationsprozess
  • Welche Hürden bestanden beim Projekt Daten von HubSpot auf Dynamics zu migrieren? 
  • Welche Vorteile ergeben sich nach dem Umstieg von HubSpot zu Dynamics Customer Insights?
  • Tipps für Unternehmen, die ebenfalls von HubSpot auf Dynamics wechseln
  • Weshalb sollten Marketing und Vertrieb auf eine gemeinsame Datenbasis setzen? 

Was war die Ausgangslage vor dem Wechsel von HubSpot zu Dynamics?

Im Marketing wurde HubSpot als zentrales Tool für einen Großteil der Aufgaben genutzt. Von Formularen, Landingpages bis hin zum Social Media Management und Kampagnenverwaltung. Das Vertriebsteam hat hingegen schon bereits im Microsoft Dynamics CRM gearbeitet. Deshalb lag es nahe, dass das Marketing zukünftig auch in Dynamics arbeitet und Customer Insights nutzt.

Screenshot einer Analyse im Dashboard in Dynamics 365 Customer Insights

Was waren die Beweggründe von HubSpot auf Microsoft Dynamics 365 umzusteigen?

Der größte Beweggrund waren die Daten- und Prozessbrüche, die sich mit der Zeit durch den Einsatz von zwei verschiedenen Tools immer stärker bemerkbar machten. Auch wenn HubSpot als Tool natürlich mit gutem Grund beliebt ist, hat es den Nachteil, dass sich die Leadübergabe an den Vertrieb schwierig gestaltet, wenn dieser in einem anderen System arbeitet.

Diese Herausforderungen mussten gelöst werden:

Fehlende Transparenz: Marketing kann Lead-Status schlecht oder gar nicht einsehen
Keine Einheitlichkeit bei Kontakten: Es bestehen Dopplungen oder unklare Zuordnungen
Unnötige Medienbrüche: Leadübergabe verläuft nicht optimal
Manuelle Schritte: Datenimport zwischen Systemen, statt stringenter Datenprozess

Auch bestehende Schnittstellen konnten die Anforderungen nicht vollständig abdecken. Besonders fehlten konsistente Aktivitätsdaten. Eine individuelle Integration einer Schnittstelle zwischen beiden Anwendungen erwies sich als nicht wirtschaftlich. 

Zusammengefasst: Es fehlte eine zentrale Datenbasis, die alle Kontaktpunkte und Aktivitäten für Marketing und Vertrieb nachvollziehbar zusammenführt. 

Sophie Interview

Sophie Jänecke,
Marketing Managerin,
busitec GmbH

„Für uns im Marketing war es frustrierend, keine Übersicht über den aktuellen Vertriebs-Status der Marketing-Leads zu haben. 

Vermeintlich neue Kontakte konnten sich als schon bekannte Vertriebskontakte entpuppen – gleichzeitig fehlten dem Vertrieb Insights zu Interessen und Aktivitäten von Leads.“ 

Warum fiel die Entscheidung auf Microsoft Dynamics 365 Customer Insights? 

Es musste eine einheitliche Plattform für beide Teams her. Weil im Vertrieb bereits Microsoft Dynamics genutzt wurde und dort die zentrale Kundendatenbasis lag, war die Erweiterung um Marketing-Funktionalitäten innerhalb des Dynamics-Ökosystems naheliegend. 

Wichtige Aspekte, die durch den Wechsel von HubSpot zum gemeinsamen System Dynamics erfüllt werden sollten:

Datenhaltung zentrieren: Marketing und Vertrieb arbeiten mit gleichen Daten ohne (Wissens-)Lücken oder beispielsweise falschen Kontaktzuordnungen
Prozesse enger verzahnen: Lead- und Vertriebsabläufe verlaufen frei von Medienbrüchen und rücken näher zusammen
Potenziale von Microsoft Dynamics stärker nutzen: Aktivierung des Customer Insights Moduls in Microsoft Dynamics 365 und somit erweiterte Funktionalitäten ausschöpfen. Beispielsweise eine praktische Datenerfassung in Echtzeit
Strategie schärfen: Schaffung einer integrierten Sicht auf Kunden entlag des gesamten Marketing- und Vertriebs-Funnels
Vorschaugrafik CRM-Guide

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Was waren die zentralen Schritte im Migrationsprozess? 

Der Schritt Nummer 1 war zunächst eine Bestandsaufnahme: 

Welche Funktionen werden aktuell in HubSpot genutzt?
Was sind wichtige Anforderungen an das zukünftigen System Dynamics für die Nutzung im Marketing-Team? 
Welche aktiven Workflows werden benötigt und müssen übertragbar sein?

Im zweiten Schritt galt es dann zu identifizieren, was Dynamics von den Anforderungen bereits im Standard abdeckt und was es noch nicht gibt. Zum Prozess gehörte deshalb auch, bestimmte Bereiche auszulagern, die nicht in Dynamics vorhanden sind. So fiel beispielsweise die Entscheidung, die Social Media Verwaltung künftig in einem separaten Tool umzusetzen. 

Anschließend erfolgte die Einrichtung von Dynamics Customer Insights nach den individuellen Anforderungen im Marketing. Dafür wurden noch nicht vorhandene und benötigte Funktionen, Felder und Automatismen vom busitec App Development-Team individuell konfiguriert, bspw. einen Benachrichtigungsflow für neue Formulareinsendungen oder neu definierte Lead-Pipelinephasen. 

Parallel dazu wurden die Vorlagen-Bibliothek im Corporate-Design aufgesetzt, sprich vorgefertigte Designs für E-Mails, Website-Formulare und Workflows (in Dynamics heißen sie Realtime Journeys bzw. Kontaktverläufe) erstellt. Basierend darauf erfolgte die Einbettung der Formulare auf der Website sowie das Aufsetzen der dahinterliegenden automatischen Prozesse mittels Realtime Journeys. 

Als das geschafft war, begann die eigentliche Migration im vierten und letzten Schritt. Nachdem alle Daten aus HubSpot exportiert und die Datenbasis für den Import aufbereitet war, erfolgte der Import der Kontakte, Leads & Zustimmungswerten/Abonnements sowie die Zuordnung, Verknüpfung und Datenanreicherung zu bestehenden Datensätzen (Kontakten, Leads, Firmen, Formularen etc.) im CRM. 

Diese Prozess-Skizze führt Sie durch Ihren eigenen Migrationsprozess

Wenn Sie diese grundlegende Schritte selbst befolgen, gelingt auch Ihnen die Migration von HubSpot zu Dynamics:

Analyse und Zieldefinition 

Nutzungsszenarien im bestehenden Tool erfassen: Welche Funktionen sind überhaupt relevant? 

Anforderungen an die neue Lösung definieren: Was ist uns wichtig im zukünftigen System?  

Relevante Workflows und Funktionen priorisieren 

Systemarchitektur und Setup 

Abgleich der Anforderungen mit dem Standard-Funktionsumfang von Dynamics 

Entscheidung für ergänzende Tools (z. B. für Social Media) 

Einrichtung von Customer Insights inkl. individueller Anpassungen 

Prozess- und Template-Aufbau 

Aufbau einer zentralen Vorlagenbibliothek (E-Mail, Formulare, Workflows) 

Implementierung automatisierter Marketing-Prozesse (Realtime Journeys) 

Daten-Migration

Export und Bereinigung der bestehenden Daten 

Strukturierung und Mapping für das Zielsystem 

Import inkl. Zuordnung und Anreicherung im CRM 

Welche Hürden bestanden beim Projekt Daten von HubSpot auf Dynamics zu migrieren? 

Die größte Hürde war es, zu verstehen, dass HubSpot und Dynamics unterschiedlich funktionieren. Das HubSpot-System ist kontaktbasiert, d.h. jegliche Interessen und Aktivitäten hängen direkt am Kontakt. 

Dynamics hingegen fokussiert sich auf Leads, wobei ein Lead für ein mögliches Interesse einer Person steht. Somit kann ein Kontakt auch mehreren Leads zugeordnet sein. Die verschiedenen Anfragen, Interessen, Formulareinsendungen und Aktivitäten des HubSpot-Kontakts auf verschiedene Leads in Dynamics aufzusplitten war die größte Herausforderung. 

Ein weiteres unverzichtbares Thema im E-Mail-Marketing ist die Grundlage, auf der wir Interessierte kontaktieren dürfen. Daher war die korrekte Übertragung der Abonnements ein elementarer Bestandteil der Migration, um eine datenschutzkonforme Kommunikation sicherzustellen.. 

In Dynamics gibt es ein Zustimmungscenter, im dem genau geregelt wird, aus welchen Gründe eine Person kontaktiert werden darf bzw. möchte. Die Kommunikationsabonnements aus HubSpot in das Zustimmungscenter in Dynamics zu importieren war eine herausfordernde Aufgabe, aber am Ende hat alles erfolgreich funktioniert. 

Nach dem Aufbau eines Verständnisses für die Systemlogik, verlief die Migration effizient und gut nachvollziehbar.

Sophie Interview

Sophie Jänecke,
Marketing Managerin,
busitec GmbH

„Der Wechsel von HubSpot zu Microsoft Dynamics 365 war für uns ein strategischer Schritt, um Marketing und Vertrieb endlich auf einer gemeinsamen Datenbasis zusammenzubringen.

Der größte Mehrwert liegt heute in der Transparenz entlang der gesamten Customer Journey und in der deutlich effizienteren Zusammenarbeit.“ 

Welche Vorteile ergeben sich nach dem Umstieg von HubSpot zu Dynamics Customer Insights?

Mit dem Umstieg ist nun eine gemeinsame Datenbasis geschaffen worden. Jegliche Aktivitäten â€“ ob von Marketing, Vertrieb oder Consulting – sind jetzt in den Kontakten einsehbar und die gesamte Historie der Kontaktpunkte für alle einfach prüfbar. 

Neue Kontaktanfragen Ã¼ber die Website landen direkt im CRM-System als neue Leads. Vertrieb und Marketing können sich gegenseitig Leads zur weiteren Bearbeitung zuweisen. Der Vertrieb sieht, welche Newsletter der Kontakt schon erhalten und welche Formulare er ausgefüllt hat. 

Screenshot der Kontaktverwaltung in Microsoft Dynamics 365 Customer Insights

Das Marketing-Team kann sehen, welche der übergebenen Leads bereits angegangen wurden und was aus ihnen geworden ist. Leads können entweder als Verkaufschance qualifiziert oder disqualifiziert werden oder sie werden an das Marketing zurückgespielt, wenn sie noch nicht bereit sind. Alles in allem ist die Arbeit zwischen Marketing und Vertrieb viel transparenter und effizienter.

Der größte Vorteil ist die End-to-End-Nachvollziehbarkeit entlang des Funnels, sowie die erweiterten Analyse- und Reporting-Möglichkeiten, die eine datenbasierte Steuerung erleichtern. 

Tipps für Unternehmen, die ebenfalls von HubSpot auf Dynamics wechseln

Unsere Learnings lassen sich auch in folgende Tipps zusammenfassen, grundlegend gilt, dass die Migration genau festgelegt werden sollte, ein Bewusstsein dafür schaffen, dass nicht jede Funktion aus dem Altsystem übernommen werden muss und der Umstieg eine Chance zur Kondolidierung bietet.

Prozesse vorab klar definieren

Wie läuft ein Lead durch den Funnel? 
Welche Zuständigkeiten gibt es? 
Welche Informationen sind wirklich relevant? 

Funktionen bewusst priorisieren

Fokus auf geschäftskritische Funktionen 
Bewertung, ob externe Tools sinnvoll ergänzen 

Daten vorab bereinigen statt „blind“ migrieren

Veraltete Daten und Workflows identifizieren 
Nur relevante Informationen übernehmen 

Weshalb sollten Marketing und Vertrieb auf eine gemeinsame Datenbasis setzen? 

Marketing und Vertrieb verfolgen unterschiedliche Aufgaben, arbeiten jedoch entlang derselben Customer Journey. Ohne konsistente Datenbasis entstehen Reibungsverluste und ungenutzte Potenziale.

Eine integrierte Plattform ermöglicht: 

Aktuelle und konsistente Daten für alle Beteiligten 
Bessere Abstimmung über den gesamten Funnel hinweg 
Höhere Effizienz und bessere Entscheidungsgrundlagen 

Im Beispiel von busitec zeigt sich: Eine einheitliche Systemlandschaft kann nicht nur Prozesse vereinfachen, sondern auch die Zusammenarbeit nachhaltig verbessern. 

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Melanie B.

In Blog-Beiträgen informiere ich über Neuigkeiten aus der Welt rund um das Microsoft Produktportfolio und schildere erfolgreiche Anwendungsbeispiele aus unseren eigenen Erfahrungen.

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